unser restaurant

unser modernes restaurant finden sie in friedrichshafen direkt am hafen im medienhaus k42. von allen unseren gemütlichen sitzplätzen haben sie beste

sicht auf den bodensee und das alpenpanorama der schweiz und österreich.
nicht nur bei schönem- sondern auch bei schmuddelwetter beeindruckt die aussicht.
morgens verwöhnen wir sie mit einem deftigen oder vitalen reichhaltigen frühstück.
ab 11.30 uhr gibt es unseren leckeren mittagstisch und am nachmittag bieten
wir cafespezialitäten und hausgemachte kuchen und torten an.
abends bieten wir ihnen eine moderne, bodenständige küche mit einer großen portion weltoffenheit.

im anschluß können sie, mit einem leckeren cocktail in unserem loungebereich oder direkt am see auf der terrasse, den abend ausklingen lassen.

wir freuen uns auf sie.

 

 

Gastro-Test April 2013: Felders

Restaurant im K 42 Friedrichshafen

 

 

Direkt am Hafen und in der aufregendsten Architektur weit und breit

residiert mit Felders Restaurant eine nicht weniger aufregende

Gastronomie. Den mächtigen Gastraum dominiert die wohl längste

Bar-Theke im Bodenseekreis, das coole Licht setzt modernes Mobiliar

in Szene. Im Sommer wird die große Terrasse vor dem Gebäude zur

guten Stube des Hauses, Seeblick inklusive. Das Restaurant ist gut

besucht, eine vorherige Reservierung daher angeraten.

 

Durch eine riesige Glasscheibe kann der Gast den Tanz der gut

choreographierten Küchenmannschaft bewundern. Darunter dreht auch der

Namenspatron des Restaurants, Ralf Felder, seine Pirouetten und lächelt, als sei

es nichts als das reine Vergnügen, ein vollbesetztes Haus mit einer vielseitigen

Küche zu verzaubern.

Es dauert ein bisschen zu lange, bis die ersten Getränke am Tisch stehen und

die Bestellung aufgenommen ist. Aber kann man diese kleine Unschärfe in den

Details wirklich übel nehmen? Die Antwort gibt das verbindliche und

sympathische Lächeln des Kellners, der sich seine gute Laune patentieren lassen

sollte. Das Essen zeigt sich schon auf der Karte außerordentlich vielseitig: Da

sind zunächst die Tapas in nicht weniger als 16 Variationen. Also isst man im

Felders spanisch? Eindeutig ja – zumindest während des Winters. Aber was

haben dann Zwiebelrostbraten und Maultaschen auf der Karte verloren? Isst man

im Felders schwäbisch? Wieder eindeutig ja. Und was ist dann mit den sorgsam

und lange abgehangenen Fleischtranchen? Ist das Felders ein Steakhaus? Auch

hier heißt es wieder: Ja! Oder anders gesagt: Ein Ralf Felder hat viele Gesichter

und lässt sich in seiner Kreativität nicht von irgendwelchen Etiketten einsperren.

Und dass die Vielfalt nicht bloß ein leeres Versprechen ist, dokumentiert das Essen

selbst am besten: Die Entenleber eröffnet den Tapas-Reigen mit zarter

Karamell-Kruste auf grandioser Portwein-Sauce. Mit der Hähnchenroulade in

Honig-Senfsauce tanzt die Küche perfekt weiter. Die Knoblauchgarnelen sind frisch

und würzmächtig, grüner Röstspargel erfreut sich des Serranoschinkens nebst

leichter Aioli. Die Jakobsmuscheln sind womöglich ein wenig zu glasig – aber die

Chorizo-Brösel obenauf dafür knusperzart und exorbitant geschmackvoll. Bei der thailändischen Geflügelsuppe zeigt der Chef Mut und würzt kräftig, wobei die

Schärfe durch Kokosmilch und Gemüse sanft abgefedert wird. Als Hauptgang

macht ein Cordon bleu vom Wildschwein eine exzellente Figur: Krachige

Knusper-Panade und eine charakterstarke Füllung aus Gorgonzola und

Serranoschinken. Kolossal köstlich! Das gilt auch für die Medaillons vom

Oberschwaben-Schwein, gekrönt von Bergkäse, begleitet von elegant-dünn

gerollten Schupfnudeln. Wow! Und die Desserts? Gutes Handwerk, wenn auch ein

bisschen konventionell. Aber hey – eine Patisserie kann das Felders nicht auch

noch sein, oder?

Fazit: Ralf Felder ist im besten Sinne alles zuzutrauen. Höchsten Respekt!

 

Wertung 5 Löffel von 6 Löffeln

 

(Erschienen: 01.04.2013 16:40)

 
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Auszeichnung Seezunge, Gastronomie, Felders Friedrichshafen seezunge